Kommunaler Mehrwert regionaler Lebensmittelbeschaffung

7. April 2021

Methoden zur Bewertung regionaler Lebensmittelversorgung aus Sicht von Städten.

AutorInnen: Hartmut Derler, Johannes Haas, Stephan Pabst, Ulrike Seebacher
FH JOANNEUM Gesellschaft mbH, Forschungsgruppe Nachhaltige Lebensmittelsysteme (NLS)

Kurzstudie erstellt im Auftrag von: Steirisches Ernährungs-und Technologie Zentrum (STERTZ) Juni–Juli 2020

Die vorliegende Kurzstudie stellt die regionale Lebensmittelversorgung aus Sicht kommunaler Akteure in den Vordergrund. Dabei geht es um die Frage, wie, angesichts von Wirtschaftskrisen und Klimawandel, Ernährungssicherheit für die lokale Bevölkerung sichergestellt werden kann, wie die Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Ernährung und Konsum erreicht werden können und welche politischen und Infrastrukturmaßnahmen dazu gesetzt werden sollten. Auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche vorwiegend wissenschaftlicher Publikationen wird eine Auswahl an Methoden vorgestellt, wie die regionale Lebensmittelbeschaffung aus ökonomischer, sozioökonomischer, ökologischer Sicht sowie nach den Prinzipien der „Governance“ bewertet werden kann. Auf Basis der Ergebnisse wird empfohlen, den Fokus nicht nur auf rein ökonomische, sondern auch auf soziale und ökologische Faktoren bei der Beurteilung einer nachhaltigen regionalen Lebensmittelbeschaffung zusetzen. Der Koordinationsbedarf für die Umsetzung einer langfristigen Ernährungsstrategie und Einbindung der relevanten Stakeholder ist dabei nicht zu unterschätzen. Dabei sind vor allem die Verarbeitung und der Transport kritische Handlungsfelder („Bottlenecks“), wo Institutionen und Kommunen mit Infrastrukturmaßnahmen wesentlich zu einer langfristig auch ökonomisch sinnvollen Versorgungssicherheit ihrer Bevölkerung mit regionalen Produkten, der Sicherung von Arbeitsplätzen und dem Erhalt einer krisensicheren Ernährungsgrundlagebeitragen.

Hier gelangen Sie zur Kurzstudie: Kommunaler Mehrwert_Kurzstudie