Wissens-Salon: Gesunde Ernährung älterer Erwachsener

21. Oktober 2020

Bei dieser digitalen Diskussionsveranstaltung haben Expertinnen über die Besonderheiten der optimalen Ernährung älterer Erwachsener verschiedene Sichtweisen und Meinungen rund um die Fragen ausgetauscht:

  • Welche besonderen Bedürfnisse haben ältere Erwachsene in Bezug auf Ernährung und wie können sie möglichst lange gesund bleiben?
  • Wie können Pflegekräfte oder pflegende Angehörige die Bedürfnisse erkennen und decken? Worauf sollten sie achten?
  • Und wo bleibt der Genuss?

Die eingeladenen Expertinnen zu diesem Thema:

  • Assoz. Prof.in Mag.Dr.in Sandra Holasek – Expertin für Ernährung, insbesondere Vorbeugung von Krankheiten für gesundes Altern
  • Dr.in Sandra Schüssler (MSc)– Expertin im Bereich Pflegewissenschaften, unter anderem dem Wissen über Mangelernährung
  • Prof.in Mag.a Dr.in Brigitte Pleyer – Ernährungswissenschaft, Aufbau Wahlfach Ernährungsgeragogik, Forschungsprojekt Entwicklung Grazer-Check-Essbiografie und Grazer-Rezept-Checks

Datum: 6. November 2020 um 15:00h
Die Moderation wurde von Werner Ranacher übernommen. Lesen Sie eine Zusammenfassung aus Sicht der Diskutierenden hier!

Nach der Vorstellung ihrer jeweiligen Tätigkeitsbereiche und einer grundsätzlichen Einführung ins Thema wird reflektiert, wie sich ältere Erwachsene selbst versorgen können, welche Herausforderungen es beim Thema Ernährung gibt und wie man ihnen bestmöglich helfen kann, möglichst lange gesund und genussvoll zu leben.

Das Fazit der Diskussion lautet: eine abwechslungsreiche Ernährung mit frischen, regionalen Zutaten kann die Basis eines gesunden Lebens bis ins hohe Alter darstellen. Durch die Unterstützung des Immunsystems mit den notwenigen Vitaminen und Nährstoffen aus einer vielseitigen Ernährung können sogar chronische Erkrankungen vorgebeugt werden.

Der Begriff der älteren Erwachsenen ermöglicht eine würdevolle Ansprache von Personen ab 65 Jahren. Diese Personengruppe ist laut Prof. Pleyer eine sehr inhomogene Gruppe, was den Ernährungs- wie auch Gesundheitszustand allgemein angeht. Die Forschung befasst sich daher mit einem sehr breiten Themengebiet, wie auch in der Diskussion klar wurde.

Dr. Schüssler stellte einige Ergebnisse aus Projekten mit technologischen Hilfestellungen für ältere Erwachsene vor. Virtuelle Einkaufserlebnisse in der Bäckerei können beispielsweise den Appetit anregen oder ein Pflegeroboter namens „Pepper“ hilft, an das regelmäßige Trinken zu erinnern. Mithilfe von Smartphones werden Angehörige zu Mahlzeiten dazu geholt oder dementen Personen alltägliche Prozesse, zum Beispiel aus der Küche, erklärt.

Für eine langfristige bedarfsgerechte Ernährung ist es notwendig für Pflegende auf Gewohnheiten einzugehen und die Erfahrungen und Präferenzen der gepflegten zu berücksichtigen. Vertraute Geschmäcker spielen hier genauso eine Rolle wie die Essumgebung. Trotzdem sei gesagt, dass es nie zu spät ist mit gesunder Ernährung anzufangen, betont Prof. Holasek.

Mehr über das Event finden Sie auch auf dieser Webseite.

Das senden einer Email an office@stertz.at hat zur Zusendung eines Links geführt, um an der Diskussion teilnehmen zu können.

Ein Link war auch direkt hier erhältlich.